Die Energiewende entscheidet sich nicht nur in Berlin – sondern auf den Dächern unserer Häuser und Unternehmen.
Beim politischen Austausch mit Staatssekretär Thomas Dörflinger MdL und Bundestagsabgeordnetem Wolfgang Dahler diskutierten Markus Bolle, Geschäftsführer der SOLARIS and more GmbH, und Markus Schmidt, Geschäftsführer der EVO Deutschland GmbH, über die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland.
Im Mittelpunkt standen Fragen, die viele Hausbesitzer und Unternehmen aktuell beschäftigen: Wie entwickelt sich die Einspeisevergütung? Welche Regeln gelten künftig beim Heizungstausch? Und wie gelingt der Ausbau der Photovoltaik, ohne unnötig zusätzliche Flächen zu versiegeln?
Verlässlichkeit statt kurzfristiger Richtungswechsel
Die Energiewende braucht klare politische Rahmenbedingungen.
Gerade bei der Einspeisevergütung fehlt aktuell ein langfristiger und verlässlicher Fahrplan. Aus Sicht von Markus Bolle kann eine schrittweise Anpassung oder auch ein späterer Wegfall der Einspeisevergütung durchaus sinnvoll sein. Entscheidend ist jedoch, dass Hauseigentümer, Unternehmen und das Handwerk frühzeitig wissen, welche Rahmenbedingungen künftig gelten.
Nur wer Planungssicherheit hat, investiert.
Kurzfristige Änderungen oder politische Unsicherheit führen dagegen häufig dazu, dass notwendige Investitionen verschoben werden – obwohl Photovoltaik wirtschaftlich sinnvoll ist und einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leistet.
Auch beim Heizungstausch braucht es Planungssicherheit
Nicht nur bei Photovoltaik, sondern auch beim Heizungstausch wünschen sich viele Eigentümer klare Regeln.
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie stark wechselnde politische Vorgaben Verbraucher verunsichern können. Wer mehrere zehntausend Euro investiert, braucht die Sicherheit, dass Förderbedingungen und gesetzliche Vorgaben nicht innerhalb kurzer Zeit wieder geändert werden.
Eine erfolgreiche Energiewende braucht deshalb langfristig planbare Entscheidungen statt ständig neuer Diskussionen über Gesetze und Förderprogramme. Genau darüber wurde auch im politischen Austausch intensiv gesprochen.
Erst die Dächer nutzen, dann über weitere Freiflächen sprechen
Ein weiterer wichtiger Punkt war der Ausbau der Photovoltaik.
Deutschland verfügt noch über Millionen Quadratmeter ungenutzter Dachflächen – insbesondere auf Gewerbe- und Industriegebäuden. Gleichzeitig entstehen immer mehr große Photovoltaik-Freiflächenanlagen.
Aus Sicht von Markus Bolle sollte die Politik stärkere Anreize schaffen, damit Unternehmen ihre vorhandenen Dachflächen für die Stromerzeugung nutzen und den erzeugten Strom direkt vor Ort verbrauchen können.
Das bringt gleich mehrere Vorteile:
• bestehende Dachflächen werden sinnvoll genutzt
• Unternehmen senken langfristig ihre Energiekosten
• Strom wird dort erzeugt, wo er gebraucht wird
• zusätzliche Flächen müssen nicht versiegelt werden
• Stromnetze werden entlastet
Gerade im gewerblichen Bereich steckt hier noch enormes Potenzial.
Die Energiewende braucht verlässliche Rahmenbedingungen
Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Elektromobilität sind längst keine Zukunftstechnologien mehr. Sie sind heute wirtschaftlich sinnvoll und leisten einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung.
Damit sich noch mehr Menschen für diese Lösungen entscheiden, braucht es vor allem eines: Verlässlichkeit.
Klare politische Ziele, planbare Förderbedingungen und Anreize für Investitionen schaffen das Vertrauen, das Eigentümer und Unternehmen für ihre Entscheidungen benötigen.
Unser Fazit
Der Austausch mit Staatssekretär Thomas Dörflinger und Bundestagsabgeordnetem Wolfgang Dahler hat gezeigt, wie wichtig der Dialog zwischen Politik und Praxis ist.
Als regionaler Fachbetrieb erleben wir täglich, welche Fragen unsere Kundinnen und Kunden beschäftigen. Deshalb bringen wir diese Erfahrungen aktiv in politische Gespräche ein.
Unser Ziel ist klar: Mehr Photovoltaik auf geeigneten Dachflächen, verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und eine Energiewende, die für Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen planbar und wirtschaftlich ist.
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